Lebenshiilfe Murau - Geschichte

Basale Gruppe

In unserer Basalen Gruppe werden Menschen mit Behinderung begleitet, die auf Grund ihrer speziellen Bedürfnisse nicht, oder nicht mehr in der Lage sind am Alltag einer produktiven Gruppe/Werkstätte teilzunehmen.
In der Basalen Gruppe werden Menschen mit Behinderung begleitet, die auf Grund ihrer speziellen Bedürfnisse nicht, oder nicht mehr in der Lage sind am Alltag einer produktiven Gruppe/Werkstätte teilzunehmen. Aufgabe dieser Gruppe ist es den betreuten Personen durch einen strukturierten Tagesablauf die Teilhabe und die aktive Teilnahme am Alltag zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt ist, mit den KundInnen ressourcenorientiert und ressourcenerhaltend zu arbeiten und damit ein lebenslanges Lernen/eine lebenslange Entwicklung zu ermöglichen.

Im Gruppenalltag setzt sich das tägliche Programm aus verschiedensten, den KundInnen angepassten Angeboten zusammen. Für die Begleitung stehen unter anderem ein Snoezelenraum mit Wasserbett für basale, entspannende oder auch aktivierende Einheiten und ein Weißlichtraum für visuelle und beruhigende Einheiten zur Verfügung. Zusätzlich wird die Möglichkeit der Unterstützten Kommunikation geboten. Hier ist es KundInnen durch Computerunterstützung und/oder Augensteuerung möglich zu kommunizieren und die Kulturtechniken zu erhalten und zu fördern/weiterzuentwickeln. Weiters wird seit April 2018 das Angebot von TOMATIS den KundInnen der Lebenshilf Murau zur Verfügung gestellt. Diese Möglichkeit wird nicht nur in der Basalen Gruppe, sondern flächendeckend allen KundInnen in der gesamten Einrichtung ermöglicht.
 

Folgende Angebote werden in der Basalen Gruppe gestellt:

  • Basale Stimulation
  • Kinästhetische Übungen
  • Motorik – Übungen
  • Logopädische Übungen
  • Lerneinheiten
  • Mobilitätstraining
  • Snoezelen
  • Tomatis
  • Kognitive Einheiten
  • Integration/Inklusion
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Lebenshilfe Murau Innenansicht 23
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Lebenshilfe Murau Detailansicht 15

Weitere Informationen zu TOMATIS

Das Ohr, wie sicherlich allen bekannt ist, ist ein Wunder der Natur. Koordination, Gleichgewicht, Bewegung, Kommunikation oder Selbstvertrauen, alles hängt mit dem Gehör zusammen. Diese Erkenntnisse sind nicht neu. Aber welche Möglichkeiten sich daraus ergeben ist nicht jedermann klar.

Bereits vor mehr als 60 Jahren entdeckte der französische Arzt Alfred Tomatis das Potential der Zusammenhänge zwischen Gehirn und Gehör. Die TOMATIS Methode benötigt nur ein einziges „Hör“ - Gerät. Durch den plötzlichen Wechsel tiefer und hoher Frequenzen wird das Gehirn auf wirksame und vor allem natürliche Weise stimuliert.

Was im ersten Moment nach Hokuspokus klingt hat in Wirklichkeit positive Auswirkungen auf Stimme, Sprache, die Stressregulierung und die emotionale Selbstregulation, auf Motorik – Gleichgewicht – Koordination, die Verdauung, die Körperhaltung, die Stimmung, die Orientierung, etc.

Anfang des Jahres 2018 fand in der Lebenshilfe Murau eine Ausbildung für TOMATIS statt, 2019 wurden erneut MitarbeiterInnen geschult, damit die KundInnen der Einrichtung flächendeckend mit diesem einzigartigen „Hörerziehungsprogramm“ gefördert und gefordert werden können. Doch auch ein reges Interesse von Außerhalb der Einrichtung konnte bereits beobachtet werden.
Zusätzlich ergab sich für die Lebenshilfe die Möglichkeit an einer von Tomatis geleiteten, internationalen Studie teilzunehmen.

Durch diese enge Zusammenarbeit können die Auswirkungen der TOMATIS Methode wissenschaftlich erfasst werden. Doch auch ohne wissenschaftliche Methoden konnte schnell ein positiver Effekt bemerkt werden:
 
  • „Hilft mir gut, dann bin ich nicht mehr so aufgewurrlt“
  • „Ich bin beim Gehen nicht mehr so schwindelig“
  • „Dabei kann ich mich sehr gut entspannen“
um nur einige der Rückmeldungen zu nennen.

Falls Sie mehr über diese einzigartige Methode erfahren möchten, können Sie sich gerne an uns wenden.

 

Aus dem Leben von...

Günther sitzt vor der Augensteuerung

Günther

In einer Basalen Gruppe wird nicht produziert. Und trotzdem wird hier hart gearbeitet. Doch was geschieht hier? Mit jeder Persönlichkeit wird ein sinnvoller, individuell angepasster Alltag gestaltet. Am besten lässt sich das anhand der folgenden Beispiele erklären: Individuelle Qualität des Lebens. Was ist das genau? Das ist einfach und schwer zugleich. Es kommt auf den Blickwinkel an.

Günther liebt Gespräche, das ist einfach. Er hat viel mitzuteilen und will gehört werden, das ist schwer. Körperliche Schwerarbeit. Beim Atmen, Artikulieren und Konzentrieren. Günther muss dafür trainieren. Hart trainieren, und das ist anstrengend. Jeden Tag, damit er gehört wird.
 

Carina

Carina, die Kämpferin. Essen als Herausforderung. Jeder Löffel, jeder Schluck ein kleiner Sieg. Dann brauchen Körper und Geist wieder Erholung, Ausgleich und Wohlfühlzeit. Relaxen, um die Kräfte neu zu bündeln.
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Ein Mann steht vor einem Bild

Jakob

Jakob verbringt seinen Alltag in der Basalen Gruppe der Lebenshilfe. Er ist meistens ruhig und ausgeglichen. Seine Leidenschaft ist aber die TV-Serie „Knight Rider“: Je mehr Action, desto besser. Nur fernsehen ist ihm zu wenig. Durch ein Inklusionsprojekt mit einer Sozialschule und einer Kunstschule entwickelte sich deutlich mehr daraus: Jakob wurde es möglich, seinen Traum für Momente zu leben – nämlich einmal selbst als Michael Knight Abenteuer zu bestreiten. Jakobs strahlende Blicke sprechen Bände. 
Das Vermitteln solcher Schlüsselerlebnisse ist ein Teil der individuellen Alltagsgestaltung in der Basalen Gruppe. So wird es jeder einzelnen Persönlichkeit ermöglicht, ihre Träume zu leben. 
 

Kontakt

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Lebenshilfe Murau
Am Hammer 5
8850 Murau